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René Durand (1927–2013) war weit mehr als der Gründer des legendären Salambo Theaters auf St. Pauli. Er war ein Mann, dessen Leben von Mut, Überlebenswillen und unerschütterlicher Leidenschaft geprägt wurde.
Geboren in Lyon als Sohn eines Theaterdirektors und einer Opernsängerin, kam René schon früh mit der Welt der Bühne in Berührung. Doch bevor er selbst Theatergeschichte schrieb, führte ihn sein Lebensweg durch die dunkelsten Kapitel Europas. Als Jugendlicher schloss er sich während des Zweiten Weltkriegs der französischen Résistance an. Nach seiner Verhaftung durch die Gestapo überlebte er mehrere Konzentrationslager – ein Schicksal, das sein Leben für immer prägte.
Nach dem Krieg bereiste René Durand Europa, arbeitete in den unterschiedlichsten Berufen und sammelte Erfahrungen, bevor ihn sein Weg schließlich nach Hamburg führte. Dort gründete er in den 1960er-Jahren das Salambo Theater auf der Großen Freiheit – einen Ort, der bald weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt werden sollte. Mit seinen aufwendig inszenierten Revuen verband er französisches Cabaret, Theater, Musik und Unterhaltung auf eine Weise, die das Nachtleben von St. Pauli nachhaltig prägte.
René Durand war Visionär, Künstler und Unternehmer zugleich. Er liebte das Theater, glaubte an die Freiheit der Kunst und hatte den Mut, neue Wege zu gehen. Seine Ideen machten das Salambo zu einer der bekanntesten Bühnen des Kiezes und zu einem festen Bestandteil der Geschichte der Reeperbahn.
Doch sein Leben bestand nicht nur aus Erfolgen. Immer wieder musste er Rückschläge, behördliche Auseinandersetzungen und persönliche Schicksalsschläge bewältigen. Selbst nach dem verheerenden Brand des Salambo im Jahr 1983 gab er nicht auf, sondern eröffnete das Theater erneut. Diese Entschlossenheit machte ihn zu einer der prägendsten Persönlichkeiten St. Paulis.
Heute lebt René Durands Vermächtnis weiter – in den Erinnerungen unzähliger Menschen, in historischen Fotografien, in den Geschichten seiner Familie und in diesem Projekt. Diese Website erzählt nicht nur die Geschichte eines außergewöhnlichen Theaters, sondern vor allem die Geschichte eines Mannes, der aus den schlimmsten Erfahrungen seines Lebens die Kraft schöpfte, einen Ort zu erschaffen, der für Millionen Besucher zu einem Stück St. Pauli wurde.
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